17. Dezember – Der Nachtschreck…

Gestern hatten wir eine weitere Bewährungsprobe im Umgang mit 2-jährigen Neffenjungen – Mama Neffe und Papa Neffe wollten ausgehen! Schon Wochen im Voraus geplant sagten wir natürlich zu, an diesem Abend auf Luca aufzupassen. Zunächst ergab es sich, dass Neffe beschloss schon vor unserem Eintreffen ins Bett zu gehen ( und dort auch zu schlafen). Wir wurden von den Eltern mit DVD-Material, Knabberzeug und Couchdecke ausgestattet, immer einen wachen Blick auf das erstaunlich ruhige Babyphon.
Zuerst bloggte ich in aller Ruhe einen Beitrag, da ich die Tage immer ein wenig im Verzug war, surfte im Internet, um schließlich mit Mann so ab 21:30 Uhr den Film “Zweiohrküken” anzuschauen. So was Leichtes eben mit Witz. Gemütlich auf dem Sofa eingemummelt starteten wir den Filmeabend, als eine Viertelstunde später ein Husten in der Lautstärke einer schweren Bronchitis (unterschätzen sie nie die Verstärker des Babyphones!) ertönte. Ich eilte zum Neffenzimmer, man weiß ja nie, aber es hörte sich schon fast nach Übergeben an (wäh!!), um ein friedlich schlafendes Kind vorzufinden, welches nach Einstöpseln des Schnullers keinerlei Anzeichen einer Erkältung zeigte. Nun gut….schleich schleich schleich… und zurück aufs Sofa.
22:00 Uhr – Wimmern und Blinken in und am Babyphon, verstummt aber schnell wieder, daher bleiben wir tapfer sitzen!
22:37 Uhr – Kurzes Husten, Seufzen, gerade als ich in den Startlöchern stand, RUHE!
23:01 – Fast eingedöst blinkt das Babyphone, es ruft leise, ich hatte es zuerst als Bestandteil vom Film gedeutet…. Tanja schleicht ins Schlafgemach, Neffe dreht sich ein wenig, fragt: Mama??? Ich sage ihm, dass es die Tanja ist und er weiterschlafen kann. Verschlafen ertönt es allen Ernstes aus dem Bett ganz leise : Hiiiiieeetmar??? Danach wieder Ruhe. Ich begebe mich auf leisen Sohlen zur Tür….und hätte dann beinahe alles fallen lassen: Mini brüllt MAMA!!!! (so groß kann ich es leider nicht schreiben, wie es sich angehört hat!) und sitzt kerzengerade im Bett – der Nachtschreck hat ihn mal wieder erwischt. Ich beruhige den kleinen Mann, der sogarnicht richtig wach ist, aber er möchte auf keinen Fall im Schlafzimmer bleiben!
Sein gewohnt freundlich-bestimmtes: DAHIN! lässt mich ihn aus dem Zimmer tragen. Egal, kuscheln wir halt zu dritt ein wenig auf dem Sofa. Luca fand es einfach prima und wir haben dann von ihm erfahren:

- OPA hatte ein aua am Auge
- Die Palme ist der Weihnachtsbaum (sehr exotisch liebe Schwester!).
- mit Schlafsack kann man sogar laufen ( bis man hinfällt, was wir verhindern konnten!)
- “Gib-mir-fünf” und “Fingerhakeln” ist ein tolles, lustiges Spiel mit dem “Hiiiieeetmar” ( was macht der Mensch nicht alles, um ein Zweijähriges nachts zu beruhigen)
- er will uns besuchen kommen
- Der Nikolaus bringt “miebären” und zwar AUSSCHLIEßLICH!!!!

Ich hoffe sehr, er hat dann bei seinen Eltern friedlich weitergeschlafen…

In meine Handschuhe warm einpackt kommt der Gewürztee daher, den ich mir gleich aufgiessen werde.

Ehhh – Weihnachtsbegriffe mit Q ? Da fällt mir nur ein:
Quittengelee – sehr leckerer Brotaufstrich aus Quitten und – jetzt kommt der Bezug zum Fest – Bestandteil eines Glühweinrezeptes aus der Zeitschrift Essen&Trinken – Für jeden Tag mit den Rezepten von Tim Mälzer. Ich habe es noch nicht getestet, vielleicht mögt Ihr ja mal ( dann bitte berichten, ob lecker oder auch nicht!)?

Für 4 Gläser á 250ml

750ml Rotwein mit
1 Zimtstange
4 Nelken
1 Sternanis
4 angedrückte Kardomomkapseln
1/4 Tl geriebener Muskatnuss
je 2 Scheiben Bio-Orange und Bio-Zitrone und
150g Ouittengelee

in einem Topf mischen. Einmal kurz aufkochen und zugedeckt 15 Min. ziehen lassen. Glühwein nochmals erhitzen und evtl mit Kandis servieren. Prost! (Quelle: Essen&Trinken -Für jeden Tag, Ausgabe 12/2010)

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