Zuckersüß…

… sind nicht nur die Kuchen und Plätzchen, die ich nachträglich in diesem Post nach fast einem Monat Abstinenz vorstellen möchte. Ich selber bin es auch…also im übertragenen und garnicht niedlichen Sinne…leider…
Mit diabetischen Erbanlagen vorbelastet konnte ich bisher meine Zuckerwerte auf einem erträglichen Niveau halten, nachdem diese vor ein paar Jahren ein wenig Achterbahn fuhren. Angepasste Ernährung, Sport und Kontrolle brachten alles in normale Bahnen…nach einer gewissen Zeit lebt der Mensch nicht mehr ganz so streng nach den Vorgaben, vergisst die Grundsätze und räumt den “Ausnahmen” mehr Raum ein als der Normalität. Dennoch, die Werte blieben im Rahmen, da ich mich auch sportlich betätigte.

Anfang diesen Jahres hatten wir wie gesagt etliche Wochen eine wahnsinnig stressige Phase, die Ernährung war alles andere als gesund, schnell und hingeschludert trifft es besser! Gleichzeitig quälte mich immer schlimmerer Durst, nicht die etlichen Liter, wie bei Diabeteserkennung (Typ 1 vor allem!) immer beschrieben, aber doch mehr als ich es gewohnt war. 1 Liter Wasser abends waren Minimum zu dem Rest am Tag… Und diese Müdigkeit…kurzum ich merkte: Es konnte nicht alles mit mir in Ordnung sein!

Neue Teststreifen waren schnell geordert und die erste Messung hat mich dann ziemlich vom Hocker gehauen: 349 mg/dl!!!
Uff, das saß! Ich suchte mir im Netz alles über eine geeignete Ernährung zusammen und stieß dabei auf LOGI, eine kohlenhydratarme Ernährungsform entwickelt vor allem für Diabetiker. Sehr skeptisch solchen Konzepten bisher gegenüber eingestellt, beschloß ich es einfach erstmal mit Ernährung zu probieren. Die Werte wurden besser, aber nicht wesentlich unter 200mg/dl! Tja, nun habe ich am 03. März, an WEIBERFASTNACHT (!!!!!) ein Rendevouz mit einem Diabetologen… und das dies meine Lust zu Backen und zu Testen massiv in den Keller sausen ließ, kann sich wohl jeder ausmalen!!! Zumal ich ja erstens nicht genau weiß, welchen TYP ich nun wirklich habe und zweitens auch nicht mit Insulin zum Ausgleich ausgestattet bin. Und backen ohne zu essen ist ziemlich doof, ehrlich! Ich bin gespannt, welche Ergebnisse mich erwarten…

Kommen wir zu meinem Testkuchen im Januar, den ich in einem Anfall von Backwahn getestet habe! Mich gelüstete nach einem Apfelkuchen, der schnell zu backen war, wenige Zutaten benötigte ( vor allem solche, die ich noch im Hause hatte, denn die Geschäfte hatten bereits Ladenschluß) und uns lecker schmecken könnte. Was für eine Gelegenheit, das Backprojekt weiterzuführen! Saftige Äpfel lagen schon parat und damit fiel die Wahl auf WIENER APFELKUCHEN, ein biskuitartiger Teig mit Apfelscheiben in der Mitte und knusprigen Mandelblättchen auf seiner Oberfläche! Da ich diese nicht mehr in Vorrat hatte, nahm ich einfach gehackte Walnüsse, die eine tolle Geschmackskombi lieferten. Der Kuchen war insgesamt sehr locker, lecker mit sanftem Apfelgeschmack. Jedoch schmeckt er am besten frisch, nach ein paar Tagen weicht er nach und nach durch, was einfach nicht mehr unserem Geschmack entsprach. Also am besten Gäste einladen!!!



Falls ihr auch Lust auf diesen Kuchen bekommen habt, hier das Rezept:

WIENER APFELKUCHEN

Für den Rührteig

- 250g weiche Butter
- 200g Zucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eier
- 200g Mehl
- 50g Speisestärke
- 1 TL Backpulver
- 70g gemahlene Mandeln

Belag:

-750g säuerliche Äpfel, geschält,
in Spalten geschnitten
- 40g Mandelblättchen ( ich hatte gehackte Walnüsse)

1. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für den Teig die Butter gschmeidig rühren. Nach und nach den Zucker, das Salz und die Eier zugeben und schaumig rühren.
2. Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver mischen und darübersieben. Gemahlene Mandeln einstreuen und alles locker unter die Schaummasse mischen. Zwei Drittel des Teiges in die gefettete Backform füllen und glatt streichen. Mit den Apfelspalten belegen und mit dem restlichen Teig bedecken. Mandelblättchen darüberstreuen, den Kuchen in 45-50 Minuten goldgelb backen.
3. Abdämpfen, den Formrand entfernen und den Kuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

aus “Ich helf Dir Backen”
von Hedwig Maria Stuber

Und zum Abschluß noch Bilder der einzigen Weihnachtsplätzchen 2010 aus dem Projektbuch, die Nugatsterne. Diese leckeren Kekse schmeckten mir anfangs zu stark nach Nutella, bekamen aber nach einigen Tagen Lagerzeit einen herrlichen auf der Zunge schmelzenden zarteren Nussnugat-Geschmack, nur zu empfehlen!!!

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