Kochpause – wir essen die Rest der Suppe und der Nudeln, vegetarisches Vorratskochen!!!


LINSENEINTOF

In der Familie meines Mannes ist Montag der Suppentag. Nach dem reichhaltigen Wochenendbraten gab es dort schon seit Jahrzehnten zum Anfang der Woche eine leckere “Flüssigmahlzeit”. Von Bohnen über Linsen hin zu Erbsen spielten meist Hülsenfrüchte die Hauptrolle. Natürlich nie ohne den obligatorischen Speck oder das klassische Würstchen :-) ! Kein Wunder also, dass mein Mann ein großer Suppenfan geworden ist, dabei bevorzugt er bunte Gemüsesuppen. Diese gibt es meistens, wenn einige Reste an Gemüse dringend verbraucht werden müssen. Ein schnelles Essen und immer wieder anders, je nach verwendeten Zutaten, mit/ohne Kartoffeln, ein paar Hülsenfrüchten dazu, wandelbare Gewürze und evtl. noch eine Scheibe Brot -FERTIG!

Diesen Linseneintopf habe ich auf der Suche nach Verwertung von ein paar Stangen Staudensellerie im Internet bei chefkoch.de gefunden. Es ist ein leichtes und recht wohlschmeckendes Rezept, prima auch zum Aufwärmen tags darauf geeignet. Da es in unserem Supermarkt fast unmöglich ist frischen Koriander zu bekommen, musste auch hier wieder die gemahlene Variante herhalten. Es wird wirklich Zeit für den Kräutergarten…

Für 4 Portionen:

500g Lauch
500g Tomaten
300g Staudensellerie
300g Paprikaschoten
250g rote Linsen
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 EL Öl
1 TL Kurkuma
1 Bund Koriander
1,25 Liter Gemüsebrühe
2 TL Curry
Salz, Pfeffer


1. Linsen waschen und abtropfen lassen. Staudensellerie und Lauch putzen, waschen und in Scheiben schneiden. Paprika nach dem Waschen würfeln. Tomaten ebenfalls waschen, vierteln, entkernen, in Streifen schneiden.
2. Öl in einem Topf erhitzen, darin Zwiebeln und Knoblauch glasig andünsten. Currypulver und Linsen dazugeben und unter Rühren ca. 2 Min anschwitzen. Das Ganze dann mit der Gemüsebrühe ablöschen und einmal aufkochen lassen.
3. Sellerie, Lauch und Paprika dazugeben und ca. 15 Min. köcheln lassen. Suppe mit Kurkuma, Salz und Pfeffer abschmecken. Koriander waschen, Blättchen hacken, zusammen mit den Tomatenstreifen in die Suppe geben und erhitzen.
(Rezept von user menoja auf chefkoch.de)


Ich bin ja bekennende Kaffeetrinkerin, obwohl mein Konsum selten 2 Tassen am Tag übersteigt. Dies muss wohl in meiner Umgebung schon weithin gedrungen sein.

Besuch bei den Neffeneltern, wir sitzen zusammen (wohlgemerkt abends und es ist nicht gerade kühl!) am Wochenende. Neffenmama bittet Neffe die Leute zu fragen, ob und was man trinken möchte. Neffe stapft Richtung Wohnzimmer, baut sich vor mir auf, lehnt sich dann lässig ans Sofa und fragt leicht genervt:

“Tanja, Kaaaaakeeee?”

Ich muss wohl in seiner Gegenwart den Eindruck einer unersättlichen Kaffeevernichterin erweckt haben…uff…


GRÜNE BOHNEN PASTA MIT MANDELN UND FETA

Wie ich schon sagte, strotzt das neue Sommerheft der “Köstlich vegetarisch” wieder vor guten Rezepten. Da der Sommer ja nun startet und die Gemüseregale wieder vor Vielfalt bersten, fällt mir die Entscheidung nicht immer leicht. Leider waren ja in den letzen Wochen Salate mit Tomate und Gurke, also Rohkost, wegen der EHEC-Gefahr tabu. Ich habe also vornehmlich gekochtes Grünzeug verzehren müssen, jetzt freuen wir uns auf frisches Tomatenbrot, leckere Salatvariationen und köstliches Knabbergemüse!!! Pasta geht jedoch eigentlich immer, alle Arten Nudeln mit bevorzugt gemüsigen Soßen könnte ich täglich verspeisen. Dieses Gericht lachte mich daher sehr an, sehr schade, dass ich den von mir geliebten Rosmarin nicht frisch bekommen konnte; nächstes Jahr werde ich also auf JEDEN Fall einen Topf anpflanzen!!! Die gemahlene Notvariante ist natürlich so gar kein Ersatz…
Die Nudelpfanne ist dennoch MEGALECKER gewesen, knackige Mandeln harmonieren prima mit Schafsfeta, Bohnen und Dinkellinguine.

Für 4 Portionen braucht ihr:

800g grüne Bohnen ( ich hatte noch TK Bohnen, ca 700g)
2 Knoblauchzehen
3 Zweige Rosmarin
3 EL Olivenöl
Salz
75ml Gemüsebrühe
400g Dinkel-Linguine
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Bio-Zitrone
75g Mandeln
200g Feta (Schafskäse)
schwarzer Pfeffer

1. Bohnen putzen, waschen und in 4-5 cm lange Stücke schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Rosmarin abbrausen, trocken schütteln und Nadeln abzupfen. Öl in einem Wok oder einer weiten Pfanne erhitzen. Knoblauch, Bohnen und Rosmarin kurz anbraten. Temperatur reduzieren, salzen, Brühe angießen und bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten dünsten.
2. Inzwischen Nudeln nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser al dente garen und abgießen. Lauchzwiebeln putzen, waschen und schräg in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. Zitrone heiß waschen, trocken reiben, Schale fein abreiben, Hälften auspressen. Mandeln grob hacken. Feta in 1 cm große Würfel schneiden.
3. Lauchzwiebeln, ca. 2 EL Zitronensaft, Schalenabrieb und Mandeln zu den Bohnen geben, 3-5 Minuten mitgaren.
Nudeln unter die Bohnen mischen und kurz erhitzen. Feta unterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Wunsch
mit einem Rosmarinzweig garnieren.
( aus “Köstlich vegetarisch”, Ausgabe 4/2011 vom go-direct-Verlag)


PEPERONATA MIT OLIVEN UND BROT

Eine Peperonata ist ein italienisches Schmorgericht aus Paprika, Zwiebeln und Tomaten, welches warm als Beilage oder auch kalt als Vorspeise zu Geflügel und Braten serviert wird. Diese Version aus der neuen “Köstlich vegetarisch” wurde noch zusätzlich mit Kapern und Oliven angereichert, wobei es bei mir auf die Oliven beschränkt blieb, ich hatte die Kapern beim Einkaufen schlicht und einfach vergessen! Die Empfehlung vor dem Servieren Feta in Würfeln auf die Peperonata zu geben, habe ich gerne umgesetzt, allerdings mit kleinen Würfelchen Ziegengouda, sehr schmackig! Und ich gebe es zu, zum Tomaten häuten war ich leider zu faul, so war das Gericht sicher trockener als gewollt, aber die Cocktaltomaten mussten einfach aufgebraucht werden ( und man zeige mir den Menschen der ca. 20 Stück, teilweise in Fingernagelgröße, vom Kleid befreit! :-) )! Mit leichter Chilischotenschärfe (ja ich hatte auch nur getrocknete…) und ordentlicher KNOFIFAHNE dezenter Knoblauchnote ein leckeres Sommergericht!!!

Für 2 Personen:

je 350g rote und gelbe Paprika
2 Stangen Staudensellerie
3 Knoblauchzehen
100g Zwiebeln
300g Tomaten
1 rote Chilischote
20g Kapern
50g entsteinte, grüne Oliven
4 EL Olivenöl
1-2 getrockneter Oregano, Salz, schwarzer Pfeffer
wahlweise: einen Streifen Feta o. Ziegengouda in kleine Würfel geschnitten
2 kleine Roggenbrötchen oder ein paar Scheiben Roggenbaguette

1. Paprika waschen,putzen, halbieren, entkernen und in ca. 2cm große Stücke schneiden. Sellerie waschen,
putzen, quer in 1cm breite Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken, Zwiebel nach dem Schälen in Spalten schneiden. Tomaten überbrühen, nach 1 Minute abgießen, kalt abschrecken und die Haut abziehen. Stielansatz und Kerne entfernen, in Stücke schneiden (nicht zu klein). Chili waschen, halbieren, Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden.
Kapern und Oliven abtropfen lassen.
2. Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Knoblauch, Zwiebeln und Staudensellerie ca. 2 Minuten darin anschwitzen. Paprika, Chili und Oregano dazugeben, salzen und ungefähr 10 Minuten schmoren lassen, gelegentlich umrühren! Anschließend Tomaten, Kapern und Oliven in dem Gemüse erwärmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn gewünscht, auf jede Portion ein paar Käsewürfel verteilen und mit Brot servieren.
Buon appetito!

( Rezept aus “Köstlich Vegetarisch”, Ausgabe 4/2011, godirect-verlag)


OHNE Blogartikel…

… musste der Mai auskommen. Da gibt es auch nichts drumherum zu reden. Es gab viele Dinge nebenbei zu tun, dann war auch abends oft die Lust zum schreiben von Texten irgendwie nicht vorhanden ( und Ausreden lassen sich verdammt schnell finden, glaubt es mir :-) ), das Essenkochen und Aufräumen hatte Vorang und…und…und..

OHNE Fleisch…

…ich bin nicht zum Vegetarier geworden, nein, aber wir beide haben in der letzten Zeit mit großer Vorliebe fleischfreie Gerichte gekocht und genossen (okay, die Zubereitung oblag dann eher mir, was ich aber gerne übernommen habe und auch in Zunkunft tun werde!). Der Fleisch- oder Fischgenuss wurde damit zur Ausnahme, wenn Appetit darauf verspürt wurde. Dann mit qualitativ hochwertigen Zutaten vom Metzger des Vertrauens. Und uns geht es sehr gut dabei, wir fühlen uns fitter, leistungsfähiger. Dabei haben wir beileibe auch bisher längst nicht jeden Tag Fleisch konsumiert. Eine weitere Reduktion tat trotzdem sehr gut. Die Aktion geht also weiter und ich möchte hier auf meinem Blog

EINE WOCHE OHNE

dokumentieren. Ich werde meine gekochten vegetarischen Rezepte in Wort und Bild festhalten, mal schauen, ob diese Phase auch über diese Zeit hinausgeht. Lange hatte ich die Überlegung, mein Essen auf diese Ernährungsart umszustellen. Aber wollte ich das wirklich für MICH oder nur um nach aussen hin ein Einstellung zu dokumentieren, Eindruck zu schinden? Mittlerweile finde ich den Ausdruck des “Teilzeitvegetariers” sehr passend, aber im Grunde genommen braucht es nicht mal das. Ich esse, wenn ich Lust habe, etwas fleischhaltiges, fertig! Ansonsten liebe ich die Gemüseküche in allen Variationen, esse sehr gerne Tofu (ja, ich mag den auch roh in Scheiben…) und Getreide, Linsen sind oberlecker, Kokosmilch schmeckt fantastisch…die Aufzählung ist endlos fortzuführen!
Wer ebenfalls Interesse an leckeren Gerichten ohne “Augen” hat:

Halbzeitvegetarier

Seite, die animiert den Fleischverzehr zu reduzieren und sich in Projekt-Gruppen zusammenfinden, um zusammen neue, fleischfreie Gerichte zu kochen. Es gibt auch ein paar Rezepte sowie einen witzigen 4-Wochen-Umstellungs-Plan zum Ausdrucken, auf welchem man in ROT (= Fleischgenuss) und GRÜN (= Vegi-Tag) seine Erfolge festhalten kann. Klar, wenn schon Vegetarier dann komplett, werden viele sagen. Ich denke jedoch, es ist schon ein Erfolg den Konsum zu reduzieren und mehr auf Qualität zu achten!

Köstlich vegetarisch

Dieses Magazin habe ich abonniert, da es einfache, dennoch raffinierte Gerichte für die Alltagsküche bietet, die oft trotz weniger Zutaten sehr schmackhaft sind! Vieles wurde schon nachgekocht, kein Gericht ist misslungen oder ungeniessbar gewesen. Zudem gibt es nur wenig und dezente Werbung für Bio- und Vegiprodukte, das Heft wirkt insgesamt sehr rund ansprechend, einfach ideal.

Chefkoch.de

Riesige Kochseite mit natürlich auch jeder Menge vegetarischen/veganen Rezepten, es gibt VEGI-Gruppen und Threads zum Austausch.

Donnerstag-Veggitag

Der Name spricht für sich oder?

OHNE Boden-

- zum Abschluss gibt es mal wieder einen Kuchen ! Ich mag ja sehr gerne Käsekuchen, mit einer lecker saftigen Quarkmasse und dem mürben Boden mit Rand, ahhhhhhh! Da an diesem WE wenig Zeit zum Kuchenbacken blieb, dachte ich, dass ein Rezept ohne Boden auch ausreichen sollte. Völlig ohne Mehl werden hier 1 kg Magerquark mit Butter, Eiern, Zucker, Backpulver und Grieß zu Stabilisierung zusammengerührt, eine sehr schnelle und sichere Sache!
Knapp eine Stunde Backen war dann auch scharf an unserem Zeitlimit, ich musste den Kuchen noch lauwarm transportieren, dies bedeutet aber in der Regel keine Qualitätseinbuße… Bei mir wurde noch ganz unökologisch eine Dose Mandarinen untergerührt, dafür fiel das Bestäuben mit dem Puderzucker aus!
Der Teig ging prima auf, nach dem Abkühlen sackte er typisch Käsekuchen zusammen, meiner Meinung ein wenig viel, das Ergebnis sah recht flach aus. Geschmackstechnisch ist er okay, nichts außergewöhnliches, ein solider Käsekuchen, nach einem Tag im Kühlschrank für mich aber deutlich leckerer! Mir fehlt eindeutig die Kombi Teig UND Füllung, aber als schnelle
Alternative durchaus zum empfehlen!

So hat das Wörtchen OHNE, welches ja assoziiert wird mit etwas Fehlendem, nicht nur negative Bedeutung, manchmal ist das WEGLASSEN sehr wohltuend! Eines ist aber definitiv:

OHNE BLOG NICHT MEHR!


Ich schrieb ja vor einiger Zeit über meine Diabetesproblematik. Nun ist dieses Thema in guten Beratungshänden, ich stelle mich nach nun geraumer Zeit auf die Situation ein und bin dabei eine neue Balance zu finden. Die ca. 4-Wochen andauernde Erkältung hat dies ein wenig erschwert, jetzt erst fühle ich mich wieder vollständig “auf dem Damm” , wie man so schön sagt. Deshalb wird aus körperformungstechnischen Gründen bald wieder das JOGGEN ein Thema in meinem Alltagsleben sein!
Die Ernährung bei Diabetes sollte konform mit der gesunden Ernährung eines “normalen” Menschen sein, d.h. laut den Empfehlungen möglichst Vollkornprodukte, viel Gemüse, weniger Zucker. Kennt man ja. Das Diabetikerprodukte mittlerweile unnötig sind ebenfalls. Also ist auch Kuchen als nette Ausnahme weiterhin erlaubt, somit ist mein Backprojekt nicht gefährdet! Es wird nur in größeren Abständen verwirklicht.

Den ersten Kuchen gab es Ende März zum Sonntagskaffee:

Ein reiner Nussbiskuit ohne Mehl, der herrlich aufging und wunderbar aromatisch schmeckte. Darauf Sauerkirschen aus dem Glas (jaja, das ist nicht frisch, aber praktisch :-) ) und eine mit Sahne versetzte Quarkcreme (mit Gelantine gefestigt) gekrönt von einem Kirschsaft-Tortenguss. Durch die leichte Wärme des Gusses beim Auftragen auf die Creme entstand ein nettes, leichtes Marmormuster. Die Testesser fanden den Kuchen sehr erfrischend, wenn auch die meisten nach einem Stück aufgeben mussten. Ein gut vorzubereitender Kuchen, der durch die Konservenfrüchte in jeder Jahreszeit schmeckt. Mich hat besonders fasziniert einen Teig völlig OHNE Mehl zuzubereiten.

Ein paar schon leicht schrumpelige Äpfel führten auf Seiten des Gatten zu der nächsten Kuchenidee; ich gab ihm das Projektbuch mit ein paar Vorschlägen in die Hand und er entschied sich für den Apfel-Quarkcremekuchen! Ein knuspriger Mürbeteig wird mit einer käsekuchenartigen Quarkmasse bestrichen, darauf Apfelscheiben gefächert und Rosinen gestreut und anschließend abgebacken. Nach dem Abkühlen aprikotiert man die Oberfläche und den Rand, ich habe aus Faulheit mich auf die Oberfläche beschränkt und die Mandeln dorthin gestreut. Beim ersten Probieren war ich ein wenig enttäuscht da die Quarkmasse mir ein wenig zu schwer und eilastig schmeckte. Doch am nächsten Tag stieg der Kuchen geschmacksmäßig zu einem unserer Lieblingskuchen auf! Die Masse hatte sich schön gesetzt, schmeckte herrlich, quarkig erfrischend, saftig fruchtig durch die Äpfel mit einem Hauch von Zimt und Rosinen, hmmmmmmmmm! Und der leckere Mürbeteig dazu…einfach ein prima Wochenendkuchen, der sich ohne Probleme ein paar Tage frisch hält!

Und was ist jetzt??? Richtig – Rhabarbersaison – der nächste Kuchen kommt bestimmt!



Der Mann im Allgemeinen, bis auf die üblichen Ausnahmen, welche wie immer die Regel bestätigen, macht nicht gerne viele Worte. Kurze, präzise Ansagen im Alltag, das Nötigste am Telefon (gerade dann, wenn man(n) sich in derselben Woche auch noch persönlich treffen möchte völlig ausreichend!) sowie der Grundsatz, dass ein NEIN oder ICH DENKE NICHTS auch wirklich das bedeutet, was er sagt, umreissen laut landläufiger Meinung seine Sprachkultur. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass dies auch oft so zutrifft. Beim eigenen Gatten ist zum Glück gerne und oft ein ausführliches, philosophisches Gespräch möglich, beim Telefonieren wird es schon sparsamer und wenn ich NICHTS zu hören bekomme, kann ich mich auf diese Aussage vollends verlassen!
Der Neffenjunge, mittlerweile schon stolze 29 Monate alt und damit nun nicht gerade in der Anfangsphase des Sprechenlernens, hat meines Erachtens die Technik des sparsamen Redens voll verinnerlicht. Er setzt gezielt und präzise nur DIE Silben und Worte ein, welche UNBEDINGT notwendig sind, um seine Interessen (ESSEN, SPIELEN, SAUER SEIN :-) ) zu vertreten. Da gibt es zum Beispiel das WEGLASSEN von einzelnen Buchstaben oder eines ganzen Wortteils:

Hem’ – ist das HEMD
Bro’ – das BROT
Ei’ – Eis (dies immer in einer SEHR kraftvollen Tonlage…)
‘anja – meine WENIGKEIT
Li’ an – man will es hell haben ( bis ich das verstanden hatte….)
‘mibär – die leckere Süßigkeit in Bärenform

Hat man gleichzeitig in einem Anfall von Faulheit noch den Schnuller im Mund, welches ein Nuscheln wie heisse Kartoffel im Mund produziert, rätselt Tante nicht selten an der Bedeutung. Natürlich falsch, zumindest beim ersten Mal. Genervter Kommentar des Mannes im Miniformat:
“Neeeeeheeee *seufz*, ‘aaaaanjaaaaa…. (hier vorwurfsvolle Tonlage!)

Dann gibt es die sog. ERSATZWÖRTER, kurz, prägnant und ebenfalls oft nicht ohne elterliche Übersetzungehilfe verständlich:

ahhhhhhhhhhhh (Tonlage sehnsuchtsvoll wie nach dem ersten Schluck des frischen Fassbieres im Sommer….) – “Ich möchte etwas trinken bitte!”
beepbeep – mitnichten die Hupe des Auto, sondern die Bitte auf der Tastatur schreiben zu dürfen!
Rocky – Universalname für JEDEN Hund des Universums!
Hoppen – Ja, des ist der Gaul oder des Pferdle!
Hallo! – Kein netter Gruß, sondern die Bitte oder nennen wir es AUFFORDERUNG, dem Neffen des Telefon zu reichen!

Ein Telefongespräch ist oft von phänomenal kurzer Dauer oder recht einseitig – auf meine Fragen nach Kindergarten, Spielen, Tagesablauf und den ganzen Rest bekomme ich 4-5 bekannte Wörter hingeknallt, um anschließend mit einem knappen “Gööööö” charmant weggedrückt zu werden – kein Mann langer Worte!

Lustige Verwechslungen und urkomische Situationen entstehen beim Austauschen von Buchstaben. Da ist:

BUTEN – für die weibliche Brust ja noch harmlos

Aber der Versuch keinen Lachanfall zu bekommen, wenn der kleine Mann, in einer Hand einen Lufballon, mit
der Bitte:

“Dietmar pupen!”

vor uns steht, scheitert gnadenlos. Das verständnislose Kindergesicht inklusive…

Und dann kommen diese Momente, wo Neffe in einem Augenblick des nachmittäglichen Beisammenseins völlig lässig seinen Schnuller aus dem Mund zieht, glasklar und mit perfekter Ausprache : “TANJA!” in den Raum wirft und unbeeindruckt sich seinem Spielzeug zuwendet…Männer eben!


..hört sich aufregend wissenschaftlich an, ist aber eine schnöde, wenn auch schmerzhafte, Naesennebenhöhlenentzündung, die mir nun schon die zweite Kranheitswoche beschert. Zweites Antibiotikum schlägt nun endlich an (vorausgegangen war eine heftige Rachenentzündung), teilweise waren die Schmerzen und der Druck auf Nase- und Kieferhöhlen so unerträglich stark, da half nur noch Paracetamol bzw. Konsorten. Deswegen mal wieder eine momentane Nullrunde im Blog, ersteinmal gesund werden!


… sind nicht nur die Kuchen und Plätzchen, die ich nachträglich in diesem Post nach fast einem Monat Abstinenz vorstellen möchte. Ich selber bin es auch…also im übertragenen und garnicht niedlichen Sinne…leider…
Mit diabetischen Erbanlagen vorbelastet konnte ich bisher meine Zuckerwerte auf einem erträglichen Niveau halten, nachdem diese vor ein paar Jahren ein wenig Achterbahn fuhren. Angepasste Ernährung, Sport und Kontrolle brachten alles in normale Bahnen…nach einer gewissen Zeit lebt der Mensch nicht mehr ganz so streng nach den Vorgaben, vergisst die Grundsätze und räumt den “Ausnahmen” mehr Raum ein als der Normalität. Dennoch, die Werte blieben im Rahmen, da ich mich auch sportlich betätigte.

Anfang diesen Jahres hatten wir wie gesagt etliche Wochen eine wahnsinnig stressige Phase, die Ernährung war alles andere als gesund, schnell und hingeschludert trifft es besser! Gleichzeitig quälte mich immer schlimmerer Durst, nicht die etlichen Liter, wie bei Diabeteserkennung (Typ 1 vor allem!) immer beschrieben, aber doch mehr als ich es gewohnt war. 1 Liter Wasser abends waren Minimum zu dem Rest am Tag… Und diese Müdigkeit…kurzum ich merkte: Es konnte nicht alles mit mir in Ordnung sein!

Neue Teststreifen waren schnell geordert und die erste Messung hat mich dann ziemlich vom Hocker gehauen: 349 mg/dl!!!
Uff, das saß! Ich suchte mir im Netz alles über eine geeignete Ernährung zusammen und stieß dabei auf LOGI, eine kohlenhydratarme Ernährungsform entwickelt vor allem für Diabetiker. Sehr skeptisch solchen Konzepten bisher gegenüber eingestellt, beschloß ich es einfach erstmal mit Ernährung zu probieren. Die Werte wurden besser, aber nicht wesentlich unter 200mg/dl! Tja, nun habe ich am 03. März, an WEIBERFASTNACHT (!!!!!) ein Rendevouz mit einem Diabetologen… und das dies meine Lust zu Backen und zu Testen massiv in den Keller sausen ließ, kann sich wohl jeder ausmalen!!! Zumal ich ja erstens nicht genau weiß, welchen TYP ich nun wirklich habe und zweitens auch nicht mit Insulin zum Ausgleich ausgestattet bin. Und backen ohne zu essen ist ziemlich doof, ehrlich! Ich bin gespannt, welche Ergebnisse mich erwarten…

Kommen wir zu meinem Testkuchen im Januar, den ich in einem Anfall von Backwahn getestet habe! Mich gelüstete nach einem Apfelkuchen, der schnell zu backen war, wenige Zutaten benötigte ( vor allem solche, die ich noch im Hause hatte, denn die Geschäfte hatten bereits Ladenschluß) und uns lecker schmecken könnte. Was für eine Gelegenheit, das Backprojekt weiterzuführen! Saftige Äpfel lagen schon parat und damit fiel die Wahl auf WIENER APFELKUCHEN, ein biskuitartiger Teig mit Apfelscheiben in der Mitte und knusprigen Mandelblättchen auf seiner Oberfläche! Da ich diese nicht mehr in Vorrat hatte, nahm ich einfach gehackte Walnüsse, die eine tolle Geschmackskombi lieferten. Der Kuchen war insgesamt sehr locker, lecker mit sanftem Apfelgeschmack. Jedoch schmeckt er am besten frisch, nach ein paar Tagen weicht er nach und nach durch, was einfach nicht mehr unserem Geschmack entsprach. Also am besten Gäste einladen!!!



Falls ihr auch Lust auf diesen Kuchen bekommen habt, hier das Rezept:

WIENER APFELKUCHEN

Für den Rührteig

- 250g weiche Butter
- 200g Zucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eier
- 200g Mehl
- 50g Speisestärke
- 1 TL Backpulver
- 70g gemahlene Mandeln

Belag:

-750g säuerliche Äpfel, geschält,
in Spalten geschnitten
- 40g Mandelblättchen ( ich hatte gehackte Walnüsse)

1. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für den Teig die Butter gschmeidig rühren. Nach und nach den Zucker, das Salz und die Eier zugeben und schaumig rühren.
2. Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver mischen und darübersieben. Gemahlene Mandeln einstreuen und alles locker unter die Schaummasse mischen. Zwei Drittel des Teiges in die gefettete Backform füllen und glatt streichen. Mit den Apfelspalten belegen und mit dem restlichen Teig bedecken. Mandelblättchen darüberstreuen, den Kuchen in 45-50 Minuten goldgelb backen.
3. Abdämpfen, den Formrand entfernen und den Kuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

aus “Ich helf Dir Backen”
von Hedwig Maria Stuber

Und zum Abschluß noch Bilder der einzigen Weihnachtsplätzchen 2010 aus dem Projektbuch, die Nugatsterne. Diese leckeren Kekse schmeckten mir anfangs zu stark nach Nutella, bekamen aber nach einigen Tagen Lagerzeit einen herrlichen auf der Zunge schmelzenden zarteren Nussnugat-Geschmack, nur zu empfehlen!!!


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